Sonntag, 8. September 2013



Im Fernbus nach Berlin 




Ich habe die ganze zeit das Gefühl als wäre ich in einem Film. Am liebsten würde ich gerade alles, was ich sehe und höre aufnehmen und später zu einem Video zusammenschneiden. Ich bin heute total durcheinander. Es fühlt sich alles an wie ein Traum.

Ich habe das Gefühl, dass die nächsten Tage viel passieren wird und ich werde viel zu erzählen haben. Deshalb fange ich diesen Blog an. Ich will versuchen meine ersten Eindrücke so genau wie möglich festzuhalten. Wahrscheinlich werde ich später darüber zu lachen. Es ist einfach alles so surreal. Ich hätte nie gedacht, dass es so schnell gehen kann. 


Wir waren heute ein bisschen zu spät in Freiburg, weil ich heute morgen (4 Uhr) zu schwach war meinen Koffer zu packen. Mir war richtig schlecht, ich hatte auch kaum geschlafen. Ich war so fertig, dass ich es nicht einmal mehr geschafft habe auf dem polaroid zu lächeln, dass meine Mutter von mir gemacht hat. Ich sehe mehr aus wie ein ängstliches Reh. Ursprünglich dachte ich ein großer und ein kleiner Koffer würde reichen, aber jetzt habe ich 2 riesige Koffer, die zusammen gefühlt 3 Mal so viel wiegen wie ich selbst. Ich weiß jetzt schon, dass ich viel zu viel mitgenommen habe (Ich hoffe die Wohnung liegt im Erdgeschoss!). Ich habe mir aber nichtmal die Adresse aufgeschrieben und ich weiß auch nicht mehr wie viel genau die Miete kostet haha

Ich weiß nicht wirklich, was ich gerade tue. Ich sitze da, schaue aus dem Fenster und höre Musik. Jede Musik passt irgendwie. Mit trauriger Musik wird man ganz melancholisch und bekomme Angst mit aufregender Musik habe ich den Drang heute gar nicht mehr schlafen zu gehen. Ich weiß gerade wirklich nicht mehr, was ich denken soll. Es ging alles so wahnsinnig schnell. Ich bin ein langsamer Mensch, es wird bei mir noch Tage oder Wochen dauern, bis ich realisiere, was ich gerade mache und wo ich bin. 

Vermutlich habe ich schon mein ganzes mobiles Internet aufgebracht, weil ich zu dumm bin, das Wlan vom Fernbus zu benutzen und dann habe ich keins mehr,wenn ich wirklich eins brauche. Ich habe Angst davor mich in Berlin zu verirren oder zu vereinsamen. Ich schaffe es ja nichtmal mit meiner Sitznachbarin zu reden. Ich glaube ich werde schon sehr bald merken, was für ein Dorfkind ich bin.


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